Englisch:
flame retardants
Spanisch:
retardantes de llama
Französisch:
retardateurs de flamme
Italienisch:
ritardanti di fiamma
Russisch:
Огнезащитные вещества
Arabisch:
امثبطات اللهب
Chinesisch:
阻燃剂
Japanisch:
難燃剤
Allgemeiner Überblick zu Flammschutzmitteln
Unter dem Begriff Flammschutzmittel fasst man eine große Gruppe chemisch sehr verschiedener Verbindungen zusammen, die entweder die Entzündbarkeit brennbarer Stoffe herabsetzen, eine Flammbildung verhindern oder einen Brand verzögern können.
Ohne Flammschutzmittel wäre der weit verbreitete Einsatz leicht entzündlicher und gut brennbarer Kunststoffe nicht möglich. Aber auch natürliche Werkstoffe, wie zum Beispiel Baumwolle und Holz, lassen sich durch Flammschutzmittel schützen. Der weltweite Jahresverbrauch von Flammschutzmitteln liegt aktuell bei über 1,6 Mio. Tonnen, was einem Verkaufsvolumen von ca. 2 Mrd. Euro entspricht.
Zu den organischen Flammschutzmitteln zählen zum Beispiel bromierte Verbindungen, halogenierte bzw. halogenfreie phosphororganische Verbindungen und Chlorparaffine. Anorganische Flammschutzmittel sind Aluminiumtrihydroxid, Magnesiumdihydroxid und Antimontrioxid. Man unterscheidet zwischen additiven Flammschutzmitteln, die in ein Material eingemischt werden, und reaktiven, die mit dem zu schützenden Werkstoff chemisch reagieren und damit fest eingebunden sind. Besonders für Holz und Textilien gibt es auch Flammschutzmittel, die in einer schützenden Schicht aufgetragen werden. Eine gewisse Sonderstellung nehmen Brandschutzbeschichtungen im Stahlbau ein, die bei Feuer eine wärmeisolierende Dämmschicht bilden. Dies ist deshalb erforderlich, da Stahl oberhalb von 500°C erweicht und seine Tragkraft verliert.
Da Flammschutzmittel meist relativ teure Zusatzstoffe sind, werden sie nur dann eingesetzt, wenn dies aus Gründen der Brandsicherheit notwendig ist. Dabei legen Gesetze und technische Normen fest, welche Brandschutzanforderungen bestehen und wie sie im Einzelnen geprüft werden. Die Zuschlagmengen bewegen sich zwischen 10 bis 20 Prozent für Phosphor- und Bromverbindungen und über 50 Prozent für Aluminiumhydroxid. Verschiedene Flammschutzmittel, etwa Brom-Verbindungen, werden verdächtigt, gesundheitsschädlich zu sein. Die erste EU-REACh-Liste „besonders besorgniserregender Stoffe" nennt zum Beispiel HBCDD, ein Flammschutzmittel für Polystyrole, und SCCP, ein Flammschutzmittel für Gummi, Farben und Klebstoffe.
Umfassende Informationen zu den wichtigsten 27 organischen und 15 anorganischen Flammschutzmitteln - ihren Eigenschaften, Einsatzgebieten, Marktdaten, Rechts- und Umweltaspekten - bietet die Marktstudie Flammschutzmittel von Ceresana Research.
Drei Beispiele für wichtige Flammschutzmittel:
Letzte Änderung: 06.02.09













