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Antioxidantien

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Allgemeiner Überblick zu Antioxidantien

Antioxidantien hemmen die Autoxidation von organischen Stoffen, indem sie in Reaktionen mit freien Radikalen eingreifen: Sie verhindern oder bremsen die Oxidation von anderen Molekülen, indem sie deren Reaktion mit Luftsauerstoff oder anderen Chemikalien behindern. Lebewesen enthalten Antioxidantien, zum Beispiel Vitamin C und Vitamin E. Natürliche und synthetische Antioxidantien werden Nahrungsmitteln und Medikamenten zugefügt. In industriellen Verwendungen verhindern Antioxidantien die oxidative Degradation von Kunststoffen, Elastomeren und Klebstoffen. Sie dienen außerdem als Stabilisatoren in Treib- und Schmierstoffen. In Kosmetika auf Fett-Basis, etwa Lippenstiften und Feuchtigkeitscremen, verhindern sie Ranzigkeit.

Für industrielle Anwendungen erreichte der weltweite Antioxidantien-Markt im Jahr 2007 ein Volumen von 0,88 Mio. Tonnen, womit ein Umsatz von ca. 3,7 Mrd. US-Dollar (2,4 Mrd. €) erzielt wurde. Obwohl Antioxidantien nur in sehr geringen Dosen zugegeben werden, beeinflussen diese Additive wesentlich die physikalischen Parameter, Verarbeitung, Lebensdauer und oft auch Wirtschaftlichkeit der Endprodukte. Ohne Zugabe von Antioxidantien würden viele Kunststoffe nur kurz überleben. Die meisten würden sogar überhaupt nicht existieren, da viele Plastik-Artikel nicht ohne irreversible Schäden fabriziert werden könnten.

Viele verschiedene Verbindungen können als Antioxidantien wirken, aber nur wenige chemische Klassen von Verbindungen mit spezifischen Strukturen werden tatsächlich in nennenswertem Umfang als Antioxidantien eingesetzt: Phenole, verschiedene Amine, Phosphite und Schwefel-Verbindungen. Sie unterbrechen den Degradationsprozess auf verschiedene Arten, jeweils entsprechend ihrer Struktur. Ein ideales Antioxidantien-System sollte den Oxidationszyklus auf jeder Degradationsstufe unterbrechen können.

Unterschieden werden primäre und sekundäre Antioxidantien. Primäre Antioxidantien werden auch kettenbrechende Antioxidantien oder Ketten-Terminatoren genannt, weil sie die Kettenwachstumsreaktionen behindern, indem sie mit den für diese Reaktion verantwortlichen Radikalen reagieren. Die Mehrheit dieser Radikal-Fänger sind entweder gehinderte Phenole oder sekundäre Aryl-Amine. Sekundäre Antioxidantien enthalten gewöhnlich Schwefel und/oder Phosphor geringer Wertigkeitsstufen. Ihre Aufgabe ist es, dort wo Peroxide oder Hydroperoxide entstanden sind, einzugreifen und diese in harmlose Verbindungen umzuwandeln, bevor sie Radikale bilden können. Deshalb werden sie oft Hydroperoxid-Zersetzer genannt. Da sekundäre Antioxidantien die Bildung von Radikalen verhindern, heißen sie auch präventive Antioxidantien.

Umfassende Informationen zu Antioxidantien - ihren Eigenschaften, Anwendungs-gebieten, Marktdaten, Herstellern und Umweltaspekten - bietet die Marktstudie Antioxidantien von Ceresana Research.

 

Wichtige Antioxidantien-Gruppen:

 

Letzte Änderung: 06.02.09


 

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